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Mongongo - ein Baum erwacht zu neuem Leben

2/6/2026

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Der Mongongo-Baum (Schinziophyton Rautanenii) ist auch als Schattenspender beliebt.
Der auch unter dem Namen Manketti bekannte Mongongo-Baum wächst im Nordosten Namibias und kann bis zu 20 m hoch werden. Traditionell sammeln die Frauen der Kavango- und !Kung-Ethnien die zu Boden gefallenen Früchte und verwenden das Fruchtfleisch als Nahrungsmittel. Aus der im Innern verborgenen Nuss pressen sie ein Öl, mit dem sie kochen oder das sie für die Haut- und Haarpflege verwenden. In den letzten Jahrzehnten, mit der Verbreitung von importiertem, billigem Sonnenblumenöl, ging das traditionelle Wissen mehr und mehr verloren. Tonnen von Mongongo-Nüssen verrotten seither ungenutzt in den sandigen Böden der Region.

Kampf gegen Unterernährung

Seit der Jojoba for Namibia Trust seine Projekte in der Region gestartet hat, wird die traditionelle Pflanze zum Hoffnungsträger. Auch an den neuen Standorten in den San-Gebieten im Bwabwata-Nationalpark und in Nhoma entstehen Produktions- und Verarbeitungszentren für die Herstellung von Mongongoprodukten (Öle, Proteinpulver) für den regionalen Markt.
Das anfangs 2026 gestartete Forschungsprojekt der ZHAW zielt darauf ab, aus dem Mongongoprotein ein günstiges, gesundes Nahrungsmittel herzustellen, das einen bedeutenden Beitrag zur Bekämpfung der Unterernährung im Norden Namibias und angrenzenden Regionen leisten könnte.
Ölpressen im Zentrum Bwabwata  -  der Sun-Stick (LSF 30+) von Phystine mit Mongongoöl als Hauptbestandteil
Mongongoöl in der Naturkosmetik

Nach und nach entdeckt die internationale Natur-Kosmetikindustrie die herausragenden Eigenschaften von Mongongoöl aufgrund hoher Anteile an Vitamin E, ungesättigten Omega 6-Fettsäuren, Antioxidantien und wertvollen Mineralien. Vor allem in Sonnenschutz- und Haarpflegemitteln entfaltet das Öl seine Wirkung, da es unter UV-Lichteinstrahlung polymerisiert und so einen Schutzschild für Haut und Haar bildet. Mit einem weltweiten Gesamtumsatz von ca. 15 Mio. USD handelt es sich aber noch um einen sehr kleinen, wenn auch wachsenden Nischenmarkt. Mit den international anerkannten Ecocert und Fairwild-Zertifikaten sind die Produkte aus dem Projekt für diesen Markt gut gerüstet.
Unser Kosmetikpartner Phystine gehört zu den Herstellern, die Mongongoöl in ihren Produkten verarbeiten. Vor kurzem lancierte die Naturkosmetikfirma ein natürliches Sonnenschutzmittel auf der Basis von Mongongoöl.
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